Driving Iron - warum nochmals Hölzer?

Als ich mich vor kurzem mit Stefan von Wilson traf und wir über «Must-haves» gesprochen haben, die fast keiner kennt, kamen wir schnell auf Driving Irons zu sprechen und ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Thema noch nicht wirklich beschäftigt hatte.

Mit dem Buna Vista Golf Sagognin Graubünden habe ich mir einen Golfplatz gesucht, der für seine engen und langen Fairways, knapp aneinander liegenden Spielbahnen und vielen hängenden Lagen bekannt ist. 

Das Loch 1, ein Par 4 mit 376 Meter, laden direkt zur Attacke ein. Wenn der erste Schlag vom Tee direkt sitzt und der zweite mit mittlerem Eisen, neben die Fahne auf das grosse Green geht, sollte das Birdie ohne weiteres möglich sein – und so war es dann auch.

Auf Loch 2, einem Par 5 mit 520 Metern und häufigem Gegenwind, sieht die Sache jetzt schon ganz anders aus.

Zuerst dachte ich daran den Driver auszupacken aber genau in der Landezone hat der Architekt das Fairway sehr schmal gestaltet und der Wind hätte sicher sein Übriges mit einem hohen Drive (13°) getan. Also verwende ich zum ersten Mal auf der Runde gezielt das Driving Iron (DI). 

Es heisst, dass DI spielt sich wie ein langes Eisen, hat durch die Bauweise jedoch fast die Längen eines Drivers, dabei aber viel mehr Kontrolle und eine flachere Flugbahn. 

 

Gesagt, getan! Mit Roll liege ich jetzt, bei etwas mehr als 230 Metern, mitten auf dem Fairway und beim zweiten Schlag kann das DI seine Vorzüge erst richtig ausspielen. Bei dem länger gemähten Fairway würde ich jetzt ein Rescue verwenden oder ein 6er Eisen. Ich teste mal was passiert, wenn ich weiter mit dem Driving Iron diese Bahn bezwinge - der Schlägerkopf gleitet eisentypisch durch den Rasen, trifft den Ball und gleitet ebenso leicht durch den Boden bis der Ball dann, mit erneutem Roll, direkt auf dem Grün liegen bleibt – Putten, fertig! Ein Holz hätte diese Präzision und Druck auf den Ball nicht übertragen.

Mit immer mehr Sicherheit dem Driving Iron gegenüber und der Euphorie im Blut gehe ich am Loch 3 direkt wieder auf "Angriff zum Grün" und so zieht es sich Loch für Loch durch, ohne dass ich meine Hölzer vermisse – eher im Gegenteil, ich freue mich über die neu gewonnene Präzision dank der Driving Irons.

Irons only – ist mein Fazit für die Runde und das wird in nächster Zeit wohl den Inhalt meines Bags nachhaltig beeinflussen.

Was hatte ich auf dieser Runde in meinem Bag:

Driver: Nie verwendet, hätte ich mir sparen können

Driving Iron: Wilson Staff Model Utility Irons (18°, 21°, 24°)

Eisen: Wilson D7 Forged Steel Irons (4-PW)

Wedge: Wilson Staff Model Wedge (52°, 56°, 60°)

Putter: Wilson Infinite Putter Windy City

Trolly: JuCad Ghost E-Trolly

Bag: Big Max Aqua

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Driving Irons gibt es von verschiedenen Herstellern im Sortiment und am besten fragen Sie direkt einen Fitting-Mitarbeiter für eine Demonstration. Die von mir gespielten Driving Iron sind ebenfalls in allen Filialen zum Testen für Sie verfügbar und können natürlich auch ganz individuell bestellt werden.

Danke an Stefan von Wilson für die Leihgabe und die Möglichkeit die Schläger wirklich unter realen Bedingen, mehr als nur einmal auf der Driving Range, testen zu können.

Philipp ist Redaktionsleiter unseres Partners Nineteen.Golf und begeisterter Golfer mit mittlerem Handicap, da er mehrere Jahre berufsbedingt pausierte.